Donaufelder Straße 241: Aus für „Hopf-Haus“
Der Abriss des 1906 erbauten Hopf-Hauses hat zu Protesten in der Bevölkerung geführt. Heute steht hier ein Wohnbau.
Der Abriss des 1906 erbauten Hopf-Hauses hat zu Protesten in der Bevölkerung geführt. Heute steht hier ein Wohnbau.
Vor Kurzem wurde eine historische Mauer in Wien abgerissen. Ein Unternehmen der (staatlichen) Bundesimmobiliengesellschaft errichtet hier ein neues Wohnhaus. Doch anstatt Teile der Mauer in den Neubau zu integrieren, erinnert in der Landstraßer Hauptstraße jetzt nichts mehr an die alte k.u.k.-Kaserne, zu der die Mauer einst gehörte. Selbst die Bezirksvorstehung sprach sich für den Abriss aus.
Das kleine Gründerzeithaus in der Schopenhauerstraße 56 wurde kurz vor der Verschärfung der Bauordnung im Juni 2018 teilweise, und ein Jahr später vollständig abgerissen.
Die Wiener U-Bahn wächst. Mit der Verlängerung der U2 in Richtung Favoriten wird auch die U4-Station Pilgramgasse umgebaut. Dafür musste das 160 Jahre alte Wohnhaus Hofmühlgasse 6 zur Gänze weichen - trotz erhaltener historischer Fassade.
Die Gründerzeit hat das alte Wien geprägt wie keine andere Epoche. Während in vielen Bezirken ein aufwändiger Historismus-Bau neben dem anderen steht, haben in der Brigittenau vergleichsweise wenige intakte Gebäude aus dem 19. Jahrhundert bis heute überdauert. Eines dieser Gründerzeithäuser wurde 2020 abgerissen - trotz gutem Bauzustand.
Das Gründerzeithaus - erbaut 1868 stand in einem Ensemble aus ähnlich gestalteten (und zu einer ähnlichen Zeit erbauten) Gebäuden. Es wurde um 2004 abgerissen und durch einen unattraktiven Neubau ersetzt.
In der Nähe der Wallensteinstraße gab es ein Ensemble aus sechs baugleichen Häusern aus dem 19. Jahrhundert, alle mit vollständige erhaltenem Fassadenschmuck. Das Gebäude in der Raffaelgasse 10 (Ecke Greiseneckergasse) samt Nebenhaus traf 2017 der Abriss. Die anderen vier Häuser erhielten 2020 einen geradezu entstellenden Dachausbau.
Das 1846 errichtete Gebäude wurde abgerissen, obwohl bereits die novellierte - also strengere - Wiener Bauordnung in Kraft war.
Das Gründerzeithaus in war 1833 erbaut worden. Aufgrund der fehlenden Schutzzone konnte es um 2002 abgebrochen werden.
Die zu hoch angesetzte maximale Bauhöhe hat wohl dazu beigetragen, dass das Gründerzeithaus in der abgebrochen wurde.
Ein dreigeschoßiges Gründerzeithaus wurde um 2010 durch einen Neubau ersetzt.
Das 1911 errichtete Gründerzeithaus mit dem secessionistischen Fassadendekor wurde aus einem Ensemble ähnlicher Häuser herausgerissen.
Das Gründerzeithaus am Rennweg Nr. 64 war ein typischer Bau des Historismus. Um 2014 musste der Altbau einem Neubau weichen.
Das Häuserensemble an der Ecke Obere Donaustraße/Floßgasse stammte aus dem späten 19. Jahrhundert. Bei einer Renovierung mehrerer zusammenhängender Häuser wurde das Gebäude in der Oberen Donaustraße 67A jedoch abgerissen.
Das 1861 erbaute Gründerzeithaus wurde 2014 -offenbar im Rahmen einer von der Stadt Wien geförderten Blocksanierung - abgerissen.
Das mit Jugendstil-Dekor versehene Haus in der Tautenhayngasse 13 wurde 1912 erbaut. Bei der Änderung des Bebauungsplans im Jahr 1996 hätte eine Schutzzone für das alte Gebäude festgelegt werden können. Dazu kam es aber nicht. Der Abriss erfolgte etwa 2003.
Das Gründerzeithaus nahe Rennweg wurde um 2014 abgerissen.
Der 16. Bezirk boomt. Überall wird gebaut, renoviert und aufgestockt. Zugleich kommen alte Häuser massiv unter Druck. Seit 2019 droht einem schmucken Gründerzeithaus in der Nähe der Ottakringer Straße der Abriss, obwohl das Gesetz zum Schutz historischer Gebäude erst 2018 verschärft wurde. Lässt sich das kleine Haus in der Lienfeldergasse noch retten?
Der Altbau aus der Hochgründerzeit in der Högelmüllergasse 16 mit seiner schmucken Fassade wurde um 2011 abgebrochen.
Das Gründerzeithaus in der Döblinger Hauptstraße 40 wurde irgendwann zwischen 1860 und 1880 erbaut. Der Fassadendekor war bis zum Abriss 2016 noch vollständig erhalten.
Das Gründerzeithaus in der Borschkegasse 14, nahe Gürtel und AKH, war Teil eines kleinen geschlossenen Ensembles aus ähnlichen Häusern. 2014 kam der Abriss.
Neben dem ebenfalls abgerissenen Eckhaus wurde auch das schöne Gründerzeithaus in der Stättermayergasse 15 abgerissen.
Vom herben Ost-Charme des alten Südbahnhofs ist am Wiedner Gürtel nichts mehr zu spüren. Um den neuen Hauptbahnhof ist ein ganzes neues Stadtviertel aus Glas und Stahl entstanden und immer noch wird fleißig weitergebaut. Doch auch der alte Teil des Wiedner Gürtels hat sich dramatisch gewandelt: Innerhalb weniger Jahre wurden eine historische Kuppel demontiert, ein riesiger Dachausbau auf ein denkmalgeschütztes Haus gesetzt und zwei Gründerzeithäuser überhaupt gleich komplett abgerissen.
Das hübsche Frühgründerzeithaus in der Daungasse 6 stammte aus dem Jahr 1864. Es wurde um 2005 abgerissen und durch einen völlig unpassenden Neubau ersetzt.
Das 1903 erbaute Gründerzeithaus am Neubaugürtel 15 war Teil eines Blocksanierungsgebiets. Im Rahmen der Blocksanierung fördert die Stadt Wien die Renovierung alter Häuser und die Schaffung neuen Wohnraums. Doch während die Nachbarhäuser vorbildlich saniert und wenig behutsam aufgestockt wurden, traf das Haus am Neubaugürtel Nr. 15 im Jahr 2012 der Abriss.
Das hübsche Eckhaus an der Goldschlagstraße 54 wies noch den originalen Fassadenschmuck auf, als es ca. 2010 abgerissen wurde.
Über 200.000 Jüdinnen und Juden lebten im frühen 20. Jahrhundert in Wien. Nach Verfolgung, Mord und Zerstörung war 1945 von der einst lebendigen Gemeinde nicht mehr viel übrig geblieben. In einem der wenigen nicht zerstörten jüdischen Gebäude im 2. Bezirk befand sich das größte jüdische Ritualbad Wiens. Trotzdem wurde das Haus vor kurzem ohne größeres Aufsehen einfach abgerissen. Dabei hätte die Stadt es schon vor Jahren nachhaltig schützen können.
Das alte Währinger Bad hat 2019 zugesperrt. Den Gründerzeitbau, in dem sich das Tröpferlbad befand, verkaufte die Stadt Wien an die Bundesimmobiliengesellschaft. Obwohl das Gebäude in einem ausgezeichneten Zustand ist, gab es Pläne für einen Totalabriss, um die benachbarte Schule zu erweitern.
Nach Weltkriegen und Abrisswellen erinnert in Wien Mitte fast nichts mehr an den alten Bahnhof Hauptzollamt. Nur noch ein über 100 Jahre altes Gebäude ist bis heute erhalten - und es verfällt.
Mitten in Ottakring wurden 2018 drei Häuser aus dem 19. Jahrhundert abgerissen. Doch der Abriss kam alles andere als plötzlich. Warum wurde nicht rechtzeitig eingegriffen, um die historischen Gebäude zu schützen? Und warum wurde mehr als 20 Jahre lang verabsäumt, den kostbaren Häuserbestand aus der Gründerzeit nachhaltig abzusichern?
Seit 2013 ist das Zentrum von Hernals um zwei Gründerzeithäuser ärmer. Jetzt sticht ein riesiger Neubau mit liebloser Architektur wie ein Fremdkörper zwischen den aufwändigen Fassaden der Jahrhundertwendehäuser hervor - und das mitten in der Schutzzone, die Abrisse eigentlich verhindern sollte.
Das 1871 errichtete Gründerzeithaus in der Redtenbachergasse 4, nahe der Ottakringer Straße, wurde ca. 2013 trotz aufrechter Schutzzone abgerissen.
Das Gründerzeithaus in der Gentzgasse 67 wurde um 2010 abgerissen. Die fehlende Schutzzone und die zu hohe Bauklasse haben den Abbruch zumindest indirekt gefördert.
Am Wiedner Gürtel wurde eine fast 140 Jahre alte Kuppel bei einem Dachausbau entfernt. Nicht der erste Verlust von historischer Bausubstanz zwischen Schloss Belvedere und Hauptbahnhof.
Im 3. Bezirk zwischen Landstraßer Hauptstraße und Schlachthausgasse ist ein Gründerzeithaus abgerissen worden. Ein Neubau mit exklusiven Wohnungen ist in Planung.